GROßSTADTFISCHER

  

Hamburgs pulsierender Hafen wirkt wie eine Stadt für sich. Der Containerhafen ist Europas Drittgrößter und bietet in der Metropolregion etwa 155.600 Arbeitsplätze. Zwischen all der hochentwickelten Industrie, den Container- und Fährschiffen, sowie der Elbphilharmonie, findet man einen Fischer, der hauptberuflich seit mehr als 30 Jahren der traditionellen Fischerei nachgeht. In seinem kleinen Boot fährt er früh morgens sein Revier zwischen Hamburger Hafen und Oorkaten ab, um - je nach Jahreszeit - Stinte, Aale, Wollhandkrabben und Zander zu fischen und direkt an seinem Anleger an Restaurantbesitzer und Privatpersonen zu verkaufen. Im Gegensatz zu großen Fischereien arbeitet er dabei an durchschnittlich sechs Arbeitstagen pro Woche alleine und traditionell. Die Reusen werden mit Hilfe einer Kurbel auf das Boot gezogen, die Tiere per Hand selektiert und ggf. wieder in die Elbe gelassen, die Reusen und Netze von ihm vor Ort geflickt, der Aal in selbst angesetzter Lake eingelegt, aufgespießt und geräu-chert. Für sein Handwerk ist er bekannt, entsprechend muss man samstags bereits eine Stunde vor Verkaufsbe-ginn anstehen, um die geräucherten Aale ergattern zu können. In all der Industrie und dem durch Großhandel geprägten Areal wirkt er mit seinem kleinen Boot und der selbstgebauten Räucherhütte wie ein Kleinod in einem hitzigen, umtriebigen Mikrokosmos Hamburger Hafen. 

 

Hamburg's vibrant harbour looks like a city unto itself. The container port is Europe's third largest, boasting about 155.600 jobs in the metropolitan area. Amidst all the highly developed industry, the containers and boats, as well as the Elbphilharmonie concert hall, you will find a fisherman who has been practicing traditional fishing for mare than 30 years. Early in the morning, he leaves his district between the port of Hamburg and Oorkaten in his boat to fish - depending on the season - fins, eels, mitten crabs and pikeperch, and sell to  restaurant owners and privat individuals directly from his jetty. In contrast to large-scale fisheries, he works an average of 6 working days per week by himself and in the traditional way. He pulls the trap into the Elbe, patches the traps and nets himself on site, places the eel in a brine he makes himself, the skewers and smokes them. He is well-known for his craft, so on Saturdays you need to get in queue one hour before start of the sale in order to get hold of these popular smoked eels. In this area characterised by industry and wholesale, with his small boat and self-made smoking hut he comes across as a jewel amongst the hot, bustling microcosm of Hamburg Harbour.